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Sparkassen-Bilanz 2017: Geschäftsentwicklung der zentralen Verbundunternehmen

Bewertung

Landesbanken konnten Altlasten aus Finanzkrise abbauen

Die Landesbanken sind geschäftspolitisch auf einem guten Kurs. Um 27,7 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr 2017 die Risikoaktiva der Landesbanken nochmals deutlich auf insgesamt 299,3 Mrd. verringert. Im Fünf-Jahres-Vergleich sanken die Risikoaktiva von einst sogar um insgesamt 58,3 Mrd. Die größten Lasten aus der Finanzkrise wurden somit abgebaut. Die Landesbanken sind nicht die einzigen Verbundunternehmen, die gute Nachrichten zu vermelden haben.

Die Deka-Bank setzt ihren Wachstumskurs fort und kann im Jahr ihres hundertjährigen Bestehens auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 verweisen. In der Gesamtnettovertriebsleistung hat die Deka-Bank ein Rekordergebnis erzielt: Insgesamt verwaltete das zentrale Wertpapierhaus der Sparkassen Vermögen in Höhe von rund 282,9 Mrd. Euro.

Mit der Deutschen Leasing und den Landesbausparkassen konnten gleich zwei Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. Die Deutsche Leasing Gruppe hat ihr Neugeschäftsvolumen um 11 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro erhöht.

Die Landesbausparkassen sind mit einem Marktanteil von 36 Prozent im Neugeschäft weiterhin die Nummer 1 im Bausparmarkt. Die Bausparsumme im Neugeschäft beträgt 31 Mrd. Euro und hat damit gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent abgenommen. Grund dafür ist, dass sich das Geschäft weg von rendite-orientierten, hin zu finanzierungsorientierten Kunden entwickelt hat. Insgesamt können die Landesbausparkassen auf 10 Millionen Bausparverträge mit einem Volumen von 295 Milliarden Euro verweisen.

Die Versicherungen der Sparkassen können trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase ein stabiles Ergebnis vorweisen. Laut ersten Berechnungen für das Geschäftsjahr 2017 haben die öffentlichen Versicherer Bruttobeitragseinnahmen von insgesamt knapp 21 Milliarden Euro erzielt. Vor besonderen Herausforderungen stehen angesichts der Niedrigstzinsphase nach wie vor die Lebensversicherer. Sie haben  ihre Strategie auf eine Reduzierung des Einmalbeitragsgeschäft gerichtet. In der Folge gingen die Bruttobeitragseinnahmen erwartungsgemäß um rund 17 Prozent auf insgesamt 9,0 Milliarden Euro zurück.

Positive Entwicklungen bei den Beitragseinnahmen verzeichneten die Krankenversicherungen (plus 5,4 Prozent auf über 2,4 Mrd. Euro) sowie die Schaden- und Unfallversicherungen (plus 2,7 Prozent auf über 9,1 Mrd. Euro).


Weitere Informationen zu den vorläufigen Geschäftszahlen 2017 der Sparkassen-Finanzgruppe finden Sie hier.

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26. Oktober 2015

Wie wirken sich die anhaltend niedrigen Zinsen auf die Leistungsträger unserer Gesellschaft, Haushalte mit mittlerem Einkommen, aus? Was bedeutet dieser Zustand für die Vermögensbildung? Wird genügend für die private Altersvorsorge getan? Erhalten Sie die Antworten auf unserer Pressekonferenz die live auf www.dsgv.de übertragen wird. Gerne können Sie Ihre Fragen über unseren Twitter-Kanal @dsgv unter dem Hashtag #Weltspartag einreichen.