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Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren leiden am meisten unter der EZB-Zinspolitik

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Die Generation unserer Mütter leidet besonders unter der aktuellen Zinspolitik. Im diesjährigen Vermögensbarometer wurde die Gruppe „Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren“ näher betrachtet. Das Ergebnis: Frauen sorgen besonders viel vor, haben jedoch ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Trotz ihres risikoaversen und konservativen Anlageverhaltens, reichen die ergriffenen Maßnahmen nicht aus.

Nur 13 Prozent sorgen mit Aktienprodukten vor

Nur 13 Prozent der Frauen dieser Gruppe sorgen mit Aktienprodukten für das Alter vor.  Bei den Produkten, die für den Vermögensaufbau am geeignetsten gehalten werden, fällt auf, dass Frauen Aktien (6 Prozent), Investmentfonds (7 Prozent) und Immobilienfonds (5 Prozent) weitaus schlechter beurteilen, als Männer (Aktien 17 Prozent / Investmentfonds 13 Prozent / Immobilienfonds 7 Prozent). Dafür haben Frauen mit 25 Prozent eine größere Affinität zur Lebensversicherung als Männer (15 Prozent). Einig sind sich die beiden Geschlechter darin, dass sie den Erwerb einer Immobilie für den Vermögensaufbau am geeignetsten halten (Männer: 60 Prozent / Frauen: 58 Prozent).

19 Prozent der 50- bis 70-Jährigen kann nicht fürs Alter vorsorgen

Angesichts der Zinsentwicklung ermöglicht das hohe Sicherheitsbedürfnis aber keine rentable Geldanlage. 22 Prozent der Frauen im Alter von 50-70 Jahren wollen künftig weniger sparen als bisher. Fast ein Fünftel (19 Prozent) der 50- bis 70-jährigen Frauen sieht sich gar nicht erst dazu in der Lage, monatlich Geld für die Altersvorsorge oder für sonstige Zwecke zurückzulegen.

Vorsichtige Menschen sind am meisten von der Niedrigzinsphase betroffen

Die Ergebnisse der Fokusgruppen-Befragung zeigen: Gerade Menschen mit einer grundsoliden, eher vorsichtigen Einstellung zum Geld sind von der langanhaltenden Niedrigzinsphase besonders betroffen. Dieser Gruppe fehlt es an der Zeit ihre Altersversorgung noch einmal umzustellen.


 

 

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