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Guter Vorsatz für das neue Jahr: Regelmäßige Altersvorsorge betreiben

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Das vermeintlich noch zu geringe Alter, Geldmangel und keine Lust, sich mit dem  Thema zu beschäftigen– das sind die häufigsten Gründe, warum 29 Prozent der Deutschen keine Maßnahmen für die Altersvorsorge getroffen haben. Auch wenn mit rund 70 Prozent bereits eine große Mehrheit der Bundesbürger grundsätzlich Maßnahmen zu ihrer finanziellen Absicherung getroffen hat, schieben viele der Befragten eine Beschäftigung mit der regelmäßigen Altersvorsorge lieber auf.

Drei Hauptgründe haben sich in der DSGV-Umfrage Vermögensbarometer dabei herauskristallisiert:

  • 29 Prozent derjenigen, die keine Altersvorsorge betreiben und sich damit auch noch nicht beschäftigt haben, fühlen sich noch zu jung dafür oder haben kein eigenes Einkommen.
  • 22 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen das Geld zur Altersvorsorge fehlt bzw. ihr Einkommen nicht ausreicht
  • 13 Prozent geben zu, sich über das Thema Altersvorsorge noch keine Gedanken gemacht zu haben.

Nähere Erkenntnisse liefert auch eine Aufschlüsselung nach Einkommensklassen:

  • In der Gruppe der Geringverdiener mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro netto betreiben 61 Prozent keine private Altersvorsorge.
  • In der Gruppe mit einem Einkommen von 1.000 bis unter 1.500 Euro kümmert sich etwas mehr als die Hälfte nicht um die eigene Altersvorsorge. 39 Prozent sind es bei Einkommen zwischen 1.500 und unter 2.000 Euro.
  • In der Einkommensklasse von 2.000 bis unter 2.500 Euro sinkt der Anteil derer, die keine Altersvorsorge betreiben, auf 29 Prozent.
  • Genau ein Viertel beträgt der Anteil der „Nichtversorger“ bei Besserverdienenden, sprich bei Menschen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von netto 500 Euro und mehr.

Das alles zeigt: Große Teile der Bevölkerung, darunter überdurchschnittlich viele mit geringem Einkommen, werden trotz der umfassenden staatlichen Förderung von den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gar nicht erreicht. Angesichts dieser Tatsache, hält der Präsident des Deutschen Sparkassen-und Giroverbands, Georg Fahrenschon, an dem Ziel fest: „Sparkassen setzen sich bei der Politik auch aktiv für eine vorsorgefreundliche Gesetzgebung ein.“ Auch aufgrund der demografisch bedingten Ausgangslage der gesetzlichen Rentenversicherung droht hier in den nächsten Jahren ein Vorsorgeproblem mit einer relevanten sozialpolitischen Dimension.

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