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Standpunkt der Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe: EZB darf sich nicht treiben lassen.

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Dr. Michael Wolgast

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe warnen mit Blick auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen im Euroraum vor weiteren expansiven Maßnahmen der EZB, die kaum mehr positive Wirkungen auf die Wirtschaft entfalten können. „Vor allem leistet die EZB mit übereilten geldpolitischen Maßnahmen einer Krisenstimmung und damit einem weiteren Vertrauensverlust im Euroraum Vorschub“, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier, das heute in Berlin vorgelegt wurde. Weitere geldpolitische Maßnahmen könnten damit sogar kontraproduktiv wirken.

 

  • Die EZB muss wachsam bleiben. Mit Blick auf das wertvolle Gut „Vertrauen“ muss ein weitsichtiges und ruhiges Agieren der Notenbank zur Liquiditätssicherung aber Vorrang vor kurzatmigen Aktionismus haben.
  • Weitere Zinssenkungen und Anleihekäufe entfalten im gegenwärtigen Umfeld kaum noch Wirkung, schaffen aber auf lange Sicht neue Probleme.
  • Aus heutiger Sicht sind keine Deflationsgefahren zu erkennen. Das Inflationsziel sollte im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld außerdem pragmatisch gehandhabt werden.

 

Hier finden Sie den aktuellen Standpunkt der Chefvolkswirte "Geldpolitik: EZB darf dich nicht treiben lassen" zum Download:

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