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Deutschlands Wirtschaft auch 2018 im Aufwind: Volkswirte prognostizieren 2,3 Prozent Wachstum

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Ibrahim Ghubbar

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich unbeeindruckt von den vielfältigen globalen Risiken. Die angespannte geopolitische Lage, der aufkeimende Protektionismus und der noch nicht ausverhandelte Brexit und ganz generell die Frage, wie die institutionelle Aufstellung in der Europäischen Union weitergeht, bleiben aber schwer einzuschätzende Faktoren, wenn es darum geht, die Entwicklung der deutschen Wirtschaft zu prognostizieren.

 

„Der Aufschwung der Weltwirtschaft, erst recht derjenige in Deutschland, erweist sich als ausgesprochen robust. Unser Szenario geht davon aus, dass sich an dieser Konstellation nichts ändert. Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe gehen daher von einem Wirtschaftswachstum für 2018 in Höhe von 2,3 Prozent aus“, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis in Berlin. Mit diesem Wert würde die deutsche Wirtschaft bereits das fünfte Jahr in Folge über der Rate des Produktionspotenzials wachsen, so Schleweis.

Aufgrund der guten Weltwirtschaftslage und dem beschleunigten Wachstum bei den  Handelspartnern dürfte sich der hohe Außenbeitrag zumindest nicht reduzieren. Ein weiterer Faktor für die Wachstumsstabilität sei der Privatkonsum: Er legt weiter kräftig zu und stützt sich dabei auf die hervorragende Arbeitsmarktlage. Auch 2018 sind neue Rekord-Höchststände bei der Zahl der Erwerbstätigen zu erwarten.

Bei der Preisentwicklung sehen die Chefvolkswirte noch keinen bedenklichen Auftrieb. Allerdings ist die Entwicklung – aufgrund stärker ausgelasteter Kapazitäten sowie eines weitgehend leergefegten Arbeitsmarktes – ein Stück weit dynamischer und näher am Zielniveau der EZB. Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe erwarten für 2018 Anstiege der harmonisierten Verbraucherpreise um 1,8 Prozent in Deutschland und um 1,5 Prozent im Euroraum.

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